Kurz Notiert 167

Ausgabe 167 Mai 07, 2019

Neue RWTH-Büros an der Ponte

Die RWTH bastelt an gleich zwei Baustellen auf dem Pontdriesch. Das ehemalige FIR-Gebäude neben dem REWE, in dem inzwischen zum Beispiel der Lehrstuhl D der Mathematik untergebracht ist, wird erweitert. Der ehemalige Parkplatz wird genutzt, um an den Gebäuderiegel anzubauen, insgesamt 640 Quadratmeter an Bürofläche sollen so entstehen. Gleich um die Ecke, auf der Kreuzherrenstraße, wurden zwei Gebäude abgerissen, hier wird die RWTH neu bauen. Die Erweiterung auf dem Parkplatz soll noch Ende dieses Jahres fertig werden, die Arbeiten an der Kreuzherrenstraße sind bis Ende 2021 geplant. Insgesamt soll das Vorhaben 12 Millionen Euro kosten.

Bald an FHs promovieren?

Die schwarz-gelbe Landesregierung möchte es Studierenden ermöglichen, in Zukunft nicht nur an Universitäten, sondern auch an Fachhochschulen zu promovieren. Aktuell müssen FHs mit Universitäten zusammenarbeiten, um ihren Studierenden den Doktor zu ermöglichen. Die FH Aachen kooperiert dafür etwa mit Universitäten in Belgien, Luxemburg und den USA. Eine solche Zusammenarbeit soll in Zukunft nicht mehr zwingend notwendig sein. Dafür soll etwa das Graduierteninstitut in Bochum zu einem Graduiertenkolleg werden, an dem FH-Studierende dann promovieren dürfen. Die Universitäten halt nicht viel vom Vorstoß. Man kann aber davon ausgehen, dass die Idee im Landtag auch von der rot-grünen Opposition unterstützt werden wird.

RWTH bei Personalern beliebt

Wer sich in schwachen Momenten in der Klausurphase fragt, was das ganze eigentlich soll: hier ist die Antwort. In einem Wirtschaftswochen-Ranking ist die RWTH bei Personalern die beliebteste Uni geworden. Wer den Abschluss in Maschinenbau, Elektrotechnik oder WirtIng macht, hat dabei nochmal bessere Karten. Die Wirtschaftswoche befragt jedes Jahr Personaler, die ebenso jedes Jahr die RWTH nach ganz vorne bringen. Wenn das nicht für die nächste Klausur motiviert!

Umbruch bei Streetscooter

Prof. Achim Kampker hat Streetscooter verlassen und kehrt als Professor an die RWTH zurück. Das Unternehmen ist 2010 von Professoren der RWTH gegründet worden und galt lange als eine Art Posterboy der Ausgründungen. 2014 kaufte die Deutsche Post den Hersteller von Elektro-Lieferwagen auf, damals schieden viele Mitgründer aus dem Unternehmen aus, Kampker aber blieb bei Streetscooter. Seinen Mitgründer Günther Schuh haben Elektroautos nicht losgelassen, er hat nach dem Abgang e.Go gegründet.

Martin Schmitz

Studiert TK-Informatik und ist seit 2013 bei der Kármán. Schreibt gern über Serien, Spiele, Bücher.