Geldanlage 2019

Ausgabe 165 Jan. 21, 2019

von Nico Lindstädt


Zum Anfang des Jahres haben wir einen erfolgsversprechenden Anlagetipp: Schon seit der Flüchtlingskrise im Jahre 2015 haben die Rohstoffe Beton, Stacheldraht und Abgrenzungsdenken im europäischen Markt rasante Zuwachsraten aufgewiesen. Mauern sind „in“. Länder wie Ungarn, Polen und Österreich, aber auch inländische Marktteilnehmer wie Bayern, haben die Branche seitdem stetig auf Erfolgskurs gehalten. Glaubt man den Auguren, stehen auch dieses Jahr die Zeichen auf Aufschwung: Trotz des dreißigsten Jahrestages des Mauerfalls – eines Ereignisses, welches besonders die deutsche Mauerindustrie in eine anhaltende Krise gestürzt hatte – scheint das Interesse an Grenzziehungen ungetrübt.

Als Hoffnungsträger der Branche gilt derzeit die britische Regierung. Besonders nach Ablehnung des Brexit-Referendums stehen die Zeichen auf „hartem“ Brexit und somit auf hoher Rendite für Anleger. Zwar trübt der schlecht zu befestigende Ärmelkanal etwas die Gemüter – der Austritt eines Binnenstaates wie Österreich wäre da lukrativer gewesen – doch die irische Grenze reicht als Markthebel aus.

Auch in Übersee gibt es Grund zur freudigen Erwartung, da der ehemalige Hochbauspezialist und derzeitige US-Präsident, Donald Trump, mit jedem Tag des Government Shutdowns seiner Grenzmauer zu Mexiko näherkommt. Egal ob Mexiko hierfür bezahlen wird: unsere Leser sollten die Rendite einstreichen.

Nico Lindstädt

26, studiert Digitale Medienkommunikation und Technik-Kommunikation Werkstofftechnik im Master, fotografiert seit seinem 5. Lebensjahr, interessiert sich für Politik, Geschichte und Kunst.