7. Mai 2019

Die Aktualität des Tags der Pressefreiheit

Pressearbeit ohne Einschränkungen

Die Aktualität des Tags der Pressefreiheit

Wichtiger Tag für Journalisten und Journalistinnen: Der Tag der Pressefreiheit. (Foto: Benedikt Gilbert)

Am 3. Mai war Internationaler Tag der Pressefreiheit. Ich habe davon dieses Jahr zum ersten Mal gehört. Dabei gibt es diesen Jahrestag bereits seit 1993. Die Pressefreiheit ist im Grundgesetz verankert und diese Freiheit bedeutet, dass jeder, der zum Beispiel für eine Zeitung arbeitet, offen seine Arbeit ausführen darf. Also ohne Einschränkungen recherchieren, dokumentieren, bearbeiten und schließlich auch verbreiten. Es geht dabei auch um die freie Meinungsäußerung, zu der die Pressefreiheit gehört. Pressefreiheit ist ein wichtiger Bestandteil einer Demokratie.

Der 1973 vom Deutschen Presserat erstellte Pressekodex muss bei der Recherche, Dokumentation, Bearbeitung und Verbreitung gewahrt werden. Hier ist vor allem die Menschenwürde ein wichtiger Bestandteil, die nicht verletzt werden darf.

Hintergrund des Internationalen Tag der Pressefreiheit ist die „Deklaration von Windhoek“ vom 3. Mai 1991. Die Deklaration war eine Forderung afrikanischer Journalisten für eine unabhängige Arbeit der Medien in Afrika.

Immer noch Einschränkungen

Auch heute gibt es weltweit immer noch Zensur in den Medien oder Gewalttaten gegenüber Journalisten. Letztere sind in Deutschland nach einem kurzen Fall 2018 wieder gestiegen. Laut Reporter ohne Grenzen gab es im Jahr 2017 16 gewalttätige Übergriffe auf Journalisten, ein Jahr später 22.

Nachrichten und Zeitungsmeldungen werden als Fakenews bezeichnet, ein Wort, was Donald Trump geprägt hat. Bei Demonstrationen werden Journalisten verletzt und das nicht nur in weit entfernten Ländern. Es finden regelrechte Hetzen online sowie offline gegen sie statt. Bei einer Demonstration von Rechten kam es zum Beispiel 2018 in Chemnitz zu Ausschreitungen seitens der Demonstranten, wodurch die Arbeit der Journalisten massiv behindert wurde. Neben tätlichen Übergriffen, wurde den Medienmachern auch vorgeworfen, Lügen zu verbreiten (Stichwort „Lügenpresse“).

In Nordirland wurde erst kürzlich eine Journalistin tödlich verletzt. Sie war jedoch nicht Ziel des Schusses gewesen, wie die paramilitärische Gruppe „New IRA“ mitteilte. Der Schuss ging von New IRA aus und war auf die Polizei gerichtet, in dessen Nähe Lyra McKee gestanden hatte. Das entschuldigt allerdings nicht das Vorgehen der Gruppe.

Die Arbeit von Journalisten wird nach wie vor massiv eingeschränkt und auch heute sind Gewalttaten in Deutschland und anderen Ländern, in denen man es nicht mehr erwartet hätte, keine Seltenheit. Um so wichtiger ist es, auf die wachsenden Probleme mit Hilfe des Tag der Pressefreiheit darauf aufmerksam zu machen.